Ergebnisse der Reptilienerfassungen

Während es sich in den beiden ersten Untersuchungsjahren 2008 und 2009 noch um keine standardisierte Untersuchung der Reptilienvorkommen handelte und so lediglich erste Hinweise auf die tatsächlichen Vorkommen an den einzelnen Standorten als Ergebnis verzeichnet werden konnten, so wurden im Jahr 2010 erstmals alle Projektflächen systematisch nach Reptilien abgesucht.
Dies erfolgte im Frühjahr von April bis Mai und im Herbst von September bis Oktober durch das Absuchen potenzieller Ruhe- und Sonnplätze im Bereich der Maßnahmenflächen bei günstiger Witterung. Auf drei Flächen (Bielenberg-Süd, Ziegenberg, Selsberg) wurden erstmals auch Schlangenbretter ausgelegt, da dort potenziell mit der sehr heimlichen und schwer nachweisbaren Schlingnatter zu rechnen ist.

Tabelle: Auf den Modellflächen nachgewiesene Reptilienarten in den Jahren 2008 bis 2010.
Legende: W = Weibchen, M = Männchen, a = ausgewachsenes Tier, Geschlecht unbestimmt, J = Jungtier

Modellfläche Art RL NRW/D 2008 2009 2010
Nierenberg Ringelnatter 2 1 W 1 W, 1 J 1 W, 1 M
Wandelnsberg Waldeidechse 1 M 2 M
Blindschleiche 1 a
Selsberge Waldeidechse 2 a 1 a
Blindschleiche 1 a, 2 J
Steinberg Zauneidechse 2 2 M
Ziegenberg Waldeidechse 1 W
Zauneidechse 2 1 W, 1 M
Bielenberg-Süd Zauneidechse 2 2 M
Blindschleiche 2 a, 2 J
Bielenberg-Ost

Mit einer Ausnahme (Bielenberg-Ost) wurden auf allen Waldrandflächen Reptilien nachgewiesen. Zusammen mit der Blindschleiche ist die Zauneidechse das häufigste Reptil – beide Arten konnten jeweils auf drei Flächen festgestellt werden. Insbesondere die Individuenzahlen sind bisher gering. Dies ist aber auch nicht weiter erstaunlich, da die meisten Flächen erst neu besiedelt werden müssen.


Mittelwaldähnliche Waldrandgestaltung und -nutzung
Online: http://www.waldrandgestaltung.de/ergebnisse/monitoring/reptilien/index.php [Datum: 21.11.2018]
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